Oldtimer-News
Goldene Oldtimer
1. Oldtimer-Konferenz
Die 24. Techno Classica in Essen lockt in diesem Frühjahr mit einem weiteren Höhepunkt: Dem ersten Oldtimer-Kongress am 21. März 2012, den der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe gemeinsam mit dem Messeorganisator S.I.H.A. veranstaltet.
Die Tagung wendet sich an Betriebe, Museen, Clubs, Sachverständige, Fachverlage, Verbände, Hersteller sowie Oldtimerfans. Kompetente Referenten werden die Situation des wachsenden Marktes in vier Schwerpunkten beleuchten.
* Restaurierungsethik: Orginale erhalten
* Qualifizierung dringend erforderlich
* Sachverständige mit Oldtimer-Sachverstand
Eine Podiumsdiskussion erörtert gemeinsam mit den Teilnehmern die Frage „Oldtimer heute… und was ist morgen?“. Auf dem Podium sitzen die drei vorgenannten Referenten sowie ein Fachmann aus der Oldtimer-Sektion des ADAC.
Oldtimer-Beauftragter
Dipl.-Ing. Thorsten Ruthmann (45) koordiniert ab sofort alle Aktivitäten vom DEKRA Classic Service. Der Oldtimer-Experte tritt die Nachfolge von Peter Lambernd an, der in den Ruhestand getreten ist. Im Fachbereich Classic Service der DEKRA Automobil GmbH werden deutschlandweit alle Aktivitäten der rund 400 Oldtimer-Experten an den 77 DEKRA Niederlassungen koordiniert.
Die Experten erstellen Oldtimer-, Wert- und Schadengutachten und begleiten als neutrale Sachverständige die Restaurierung und Reparatur von hochwertigen Fahrzeugklassikern. Weiterhin führen sie Recherchen zu Detailfragen oder Fahrzeugwerten, unter anderem mit Hilfe der DEKRA Oldtimer Datenbank, durch.
Seit dem Jahr 2000 arbeitet er als Prüfingenieur, Schaden- und Gerichtsgutachter an der DEKRA Niederlassung Münster. Ruthmann ist dem „rostigsten Hobby der Welt“ durch eigene Restaurierungen eng verbunden. Zudem nimmt Ruthmann jedes Jahr an verschiedenen Oldtimertreffen teil und geht mit Vorliebe bei Oldtimer-Langstrecken-Rallyes an den Start. Bereits 1992 setzte er sich bei seinem Maschinenbau-Studium an der Hochschule Kiel mit einem einschlägigen Thema auseinander: Seine Diplomarbeit trägt den Titel: „G-Kat-Nachrüstung bei Oldtimern in der Praxis“.
MB-Museum auf Facebook
Über die Anwendung „My Mercedes-Benz Museum“ kann ab sofort jeder Facebook-Nutzer sein eigenes Mercedes-Benz Museum erstellen und mit Freunden teilen. Bislang stehen dafür über hundert Exponate zur Verfügung.
Zwei Möglichkeiten stehen dafür offen: Entweder kreieren sie mit drei aus über hundert Exponaten eigene Ausstellungen, oder sie wählen drei Favoriten aus einem vorgeschlagenen Themen-Pool aus. Für Automobil- Liebhaber besonders interessant sind dabei die Detailinformationen und Bildergalerien zu den einzelnen Exponaten. Mit einem Klick auf das Fahrzeugfoto öffnet sich ein neues Fenster mit weiteren Informationen, Bildern und Verlinkungen zu YouTube-Videos und dem Mercedes-Benz Classic-Wiki.
Zu den Top-Favoriten unter den Fahrzeugen gehören zwei Rennsportwagen: das sogenannte „Uhlenhaut-Coupé“, der 300 SLR von 1955 mit über 300 PS (222 kW) sowie der „Evo II“, der 373 PS-starke (274 kW) AMG-Mercedes 190 E 2.5-16 Evolution II DTM-Tourenwagen, Klaus Ludwigs Siegerfahrzeug bei der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft 1992.
„My Mercedes-Benz Museum“ ist unter dem Link http://apps.facebook.com/mymercedesbenzmuseum/ erreichbar und kann kostenlos von jedem Facebook-Nutzer verwendet werden. Das Mercedes-Benz Museum ist seit 2009 auf Facebook unter http://www.facebook.com/mercedesbenzmuseum aktiv und hat derzeit über 29.000 Fans.
Oldtimer-Szene boomt
Der Mark mit historischen Fahrzeugen boomt. Neben den rund 600 000 Oldtimern sind auf Deutschlands Straßen 1,9 Millionen Fahrzeuge unterwegs, die älter als 20 Jahre sind. Matthias Kemmer, stellvertretender Obermeister der Kfz-Innung Oberpfalz und geschäftsführender Gesellschafter der „Kemmer & Hein OHG Fahrzeugrestaurierung“ in Speyer, über Restaurierungsethik und die Herausforderungen an die Kfz-Meisterbetriebe.
(näheres finden Sie hier)
BMW-Museum
Ein Tipp für alle Oldtimer-Fans ist das BMW-Museum in München. Das Museum ist Dienstag bis Freitag von 9-18 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10-20 Uhr geöffnet. www.bmw-museum.de
Golf I kam vor 30 Jahren auf die Straße
Als vor 35 Jahren der VW Golf den Käfer ablöste, hätte niemand ahnen können, dass sich der Erfolg des Käfers wiederholen könnte. Heute fahren die ersten Golf-I mit H-Kennzeichen herum. Indes - es sind wenige. Die Modelle der ersten Golf-I-Generation wurden von Rostproblemen geplagt, es existieren nur noch wenige Autos der Jahrgänge 74-77.
Neuer Kopf
Dr. Franz-Josef Paefgen wird künftig die Classic-Aktivitäten des Volkswagen Konzerns weltweit koordinieren. Dr. Paefgen war zuletzt Vorstandsvorsitzender von Bentley, Präsident von Bugatti sowie Generalbevollmächtigter der Volkswagen AG für Motorsport und Forschung und ist ein ausgewiesener Kenner der historischen Automobilszene.
Volkswagen, Audi, Škoda, Seat, Bentley, Bugatti, Lamborghini und Volkswagen Nutzfahrzeuge – Marken des Volkswagen Konzerns führen eigenständige Classic-Abteilungen. Ihr Auftrag: die Produkthistorie lebendig erhalten und erfahrbar machen. Dr. Paefgen wird diese Aktivitäten der Marken aufeinander abstimmen und repräsentative Aufgaben übernehmen.
Neue Raritäten
Das AutoMuseum Volkswagen ist um zwei sehr schöne und seltene Exponate reicher: Ein leuchtend gelb lackiertes Volkswagen 1302 Cabriolet von 1972 und ein Golf Diesel der ersten Generation von 1980 zählen künftig zur Sammlung.
Mit dem Erwerb des Volkswagen 1302 Cabriolet und des Golf Diesel schließt das AutoMuseum Volkswagen Lücken in seiner umfangreichen Modellgeschichte. Beide Fahrzeuge befinden sich im unrestaurierten und dennoch fahrbereiten Originalzustand, beide wurden von ihren Vorbesitzern bis zuletzt zu besonderen Ausfahrten genutzt.
Der Volkswagen 1302 und seine Cabriolet-Variante sind nur kurze Zeit zwischen August 1970 und Juli 1972 gebaut worden, was sie zu Raritäten der Käfer-Familie macht: Heute sind sie in gutem Zustand nur noch selten zu finden. Charakteristisches Merkmal ist die erstmals im Käfer verbaute Federbein-Vorderachse, die ein deutlich vergrößertes Kofferraum-Volumen unter der Fronthaube erlaubt.
Der Golf Diesel erlebte seine „Revolution" bereits 1976. Was damals für andere Automobilhersteller undenkbar war, machte Volkswagen möglich: einen spritzigen Dieselmotor mit 50 PS / 37 KW in einem Fahrzeug der Kompaktklasse anzubieten, der extrem sparsam ist und damit die Ressourcen schont. In der Zeit vor dem Golf Diesel waren Selbstzünder größeren Fahrzeugen vorbehalten, denen der Ruf großer Trägheit vorauseilte. Volkswagen hingegen bot erstmals einen „Munter-Diesel". Der jetzt vom AutoMuseum erworbene Wagen stammt aus erster Hand.
Samba-Zwilling
Jetzt erhielt das AutoMuseum Volkswagen Besuch von einem Sambabus und seinem stolzen Besitzer. Auf den Tag genau vor 50 Jahren – am 20. April 1961 - wurde dieser Wagen nach Philadelphia, USA ausgeliefert. Jetzt machte er neben dem Fast-Zwilling, dem Sambabus des AutoMuseum Volkswagen, eine gute Figur.
Die Liebe der Familie Saccotelli zum Sambabus entstand, als Domenico Saccotelli ein Modell des Klassikers mit nach Hause brachte. Ehefrau und Tochter waren so begeistert, dass sie ihn zum Kauf eines solchen Modells im Maßstab 1:1 animierten. Saccotelli erwarb den restauratierungsbedürftigen 1961er Bus und restaurierte ihn eineinhalb Jahren von Grund auf. Dabei legte er größten Wert auf die Originalität des Fahrzeugs.
Kurz vor seinem 50jährigen Jubiläum fertig gestellt, sollte dieses gebührend gewürdigt werden, und so traten Vater und Tochter die Reise nach Wolfsburg an, wo auch die Wurzeln des Bulli von Volkswagen liegen. Dessen Serienanlauf startete 1950, der erste Sambabus verließ bereits 1951 die Bänder und kennzeichnete sich vor allem durch die vielen Panoramafenster im Dach sowie das Faltschiebedach.
Im AutoMuseum Volkswagen durfte der Wagen von Saccottellis neben dem ein- millionsten Sambabus des AutoMuseums posieren, der übrigens im kommenden Jahr sein 50jähirges Jubiläum feiert. Nicht nur, dass es sich um das gleiche Modell handelt, sondern auch die Farbgleichkeit – unten siegellackrot und oben beigegrau – lassen die beiden Fahrzeuge fast wie Zwillinge nebeneinander stehen.
Saccotelli, überzeugter T5-Fahrer, erwarb mittlerweile einen zweiten Sambabus von 1967, dessen Restaurierung er nun begonnen hat.
Schluss mit Kuscheln
Es hat sich ausgekuschelt in Garagen und Scheunen. Old- und Youngtimer müssen jetzt wieder das tun, wofür ihre Besitzer sie lieben: Fahren. Mehr als 300 „Fachbetriebe für historische Fahrzeuge“ der Kfz-Innungen helfen, die Klassiker aus der Winterstarre zu holen. Vieles können die Fahrer aber auch in Eigenregie erledigen. Der Frühjahrscheck Schritt für Schritt.
Batterie:
Den Energiespender vom Akku-Jogger nehmen und wieder anklemmen: erst am Plus- und dann am Minuspol, sonst gibt’s einen Kurzschluss. Batterien mit aufschraubbaren Verschlussstopfen werden bei Bedarf mit destilliertem Wasser aufgefüllt. Und wenn schon einmal die Motorhaube auf ist, sollten Kabel und Kabelbaum, Gummis und Manschetten unter die Lupe genommen werden. Marder lieben die Winterverstecke.
Starten und Bremsen:
Auf los geht’s los – oder auch nicht. Kontakt- oder Starterspray lassen den Funken oft überspringen. Stand das Auto länger als ein Jahr, kann Kraftstoff im Vergaser kristallisieren und die Düsen verstopfen. Ebenso ein Fall für den Fachbetrieb sind poröse Kraftstoffschläuche, die den Kat schädigen können. Vorsicht
beim Bremsen:
Die Oldies wollen mit Bedacht wieder eingefahren werden. Ein Bremstest auf freier und ebener Strecke bringt Macken wie einseitiges Ziehen oder einen langen Hebelweg der Handbremse zutage, Flugrost verschwindet.
Flüssigkeiten:
Schon ein Blick unters Auto verrät, ob das Fahrzeug ein Leck hat. Auf dem Prüfstand stehen Motoröl, Kühlwasser, Bremsflüssigkeit und Scheibenwischwasser. Da die Oldies jährlich mindestens einmal frisches Motoröl brauchen, bieten sich Kontrolle, Auffüllen und Ölwechsel im Kfz-Meisterbetrieb an.
Reinigung:
Schutzhauben und Tücher auf Sitzen und Cockpit haben im Winterquartier zwar groben Schmutz ferngehalten, rücken die Stars aber noch lange nicht ins rechte Scheinwerferlicht der Auto-Eitelkeiten. Also Fahrt frei in die Waschanlage und danach Glasflächen und Spiegel penibel putzen. Nicht alle Überwinterungsplätze bieten konstant 15 Grad Celsius und 50 Prozent Luftfeuchtigkeit. Unter Matten, Abdeckungen und Bodenbelägen kriecht gern Nässe und lässt Schimmel gedeihen. Hier gilt: Vertrauen ist gut, Kontrolle besser.
Reifen:
Wurde der Reifendruck vor dem Einmotten erhöht, um einen Standplatten zu vermeiden, muss er jetzt wieder auf Normalwert abgelassen werden. Reifen altern, auch wenn sie nicht oft rollen und ein prima Profil haben. Nach maximal zehn Jahren werden neue fällig.
Papiere:
Oldtimer mit einem regulären, einem H- oder einem roten Kennzeichen müssen auf der Zulassungsstelle wieder angemeldet werden. Die schaut bei dieser Gelegenheit auch auf die Prüfnachweise der Haupt- und Abgasuntersuchung (HU, AU). Ein Vorabcheck erspart den nochmaligen Gang zur Behörde. Autos mit Saisonkennzeichen können mit gültiger HU und AU gleich losdüsen.
Oldtimer-Experten
Automobile Klassiker finden immer mehr Liebhaber. Für die rund 1 650 000 Old- und Youngtimer ist eine besondere Wartung und Pflege nötig. Aber: „In den kommenden Jahren gehen viele erfahrene Kfz-Mechaniker in den Ruhestand“, sagt Andrea Zeus. vom Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeug-Handwerks. Damit auch künftig qualifizierte Mitarbeiter fachgerecht die historischen Fahrzeuge reparieren und restaurieren können, erwerben angehende Kfz-Mechatroniker parallel zur Ausbildung eine Zusatzqualifikation für Old- und Youngtimertechnik.
An dem Pilotprojekt, das bis 2013 in Soest und Speyer läuft, nehmen bis zu 15 Jugendliche teil. Ziel ist es, den Auszubildenden die entsprechenden Fachkenntnisse zu vermitteln. „Denn im Werkstattalltag stehen heutzutage immer mehr Elektronik und Computer im Mittelpunkt. Das Wechseln von Trommelbremsen oder das Einstellen von Vergasern gehört nicht mehr dazu“, betont Andrea Zeus, die für das Projekt verantwortlich ist.
Die Ausbildungsinhalte umfassen neun Themenkomplexe, von der Kundenbetreuung über Werkstoffe bis hin zur Werkstatt-Technik und Karosseriereparaturtechnik. Neben Schulungen in der Berufsschule in Speyer und im Berufsbildungszentrum des Handwerks Soest stehen auch überbetriebliche und praktische Lehrgänge im Lehrplan. Zum Abschluss der Ausbildung legen die Azubis ihre Gesellenprüfung sowie eine theoretische und praktische Zertifikatsprüfung ab.
Mit dem Pilot-Projekt reagiert das Kfz-Gewerbe auf die steigende Anzahl von Oldtimer-Fans. Viele Kfz-Betriebe spezialisieren sich auf die Restaurierung, Instandhaltung und Service der Liebhaberobjekte. Vor gut einem Jahr führte der Verband das Zusatzzeichen „Fachbetrieb für historische Fahrzeuge“ zum blau-weißen Schild „Meisterbetrieb der Kfz-Innung“ ein. Um dieses Zeichen zu tragen, muss der Meisterbetrieb vertraglich festegelegte Standards bei der Wartung und Instandsetzung der Old- und Youngtimer erfüllen. Die Vergabekriterien betreffen die betriebliche Ausstattung ebenso wie die Qualifikation der Mitarbeiter: Gefordert sind mindestens ein spezialisierter Arbeitsplatz sowie geschützte Lagermöglichkeiten.
Außerdem muss für ausgebaute Teile mindestens ein Mitarbeiter ständig mehr als drei Viertel seiner Arbeitszeit mit dieser Aufgabe betreut sein, über langjährige Erfahrung verfügen und belegen, dass er sich spezialisiert hat – etwa auf bestimmte Hersteller, Typen oder Baugruppen.
Alt-Gold
Zwanzig bis dreißig Jahre alte Autos. Das sind Kindheitserinnerungen aus Blech und Chrom. Emotionen pur. Alte Autos zu erschwinglichen Preisen und durchaus alltagstauglich. Scheckheft gepflegte Youngtimer sind durchaus keine Seltenheit. Und wer sich seinen Jugendtraum mit so einem Auto heute verwirklicht, der muss auch keine Angst vor fehlenden Ersatzteilen oder exorbitanten Reparaturkosten haben. Autos der Jahrgänge 1981 bis 1991 gehören oftmals noch lange nicht zum alten Eisen.
Wenn der Youngtimer an seinem 30. Geburtstag dann endlich zum Oldtimer wird, gibt es bei der Zulassungsstelle das H-Kennzeichen. Dies bedeutet geringere Steuern und eine spezielle Oldtimer-Versicherung mit günstigeren Prämien, da solche alten automobilen Schätze in aller Regel vorsichtig bewegt werden. Aber Vorsicht! Viele heute selbstverständliche Sicherheits-Features waren damals noch aufpreispflichtig oder noch gar nicht erfunden.
Verkehrs-Sicherheitsexperte Christian Weishuber von der Allianz Versicherung weißt darauf hin, dass „Oldtimer eine weitaus niedrigere Bremsleistung haben, gepaart mit hohen Pedalkräften und einer zu verhaltenen Bremsweise, um das Lieblingsfahrzeug zu schonen. Dazu fehlen in der Notsituation stabilisierende Sicherheitssysteme wie ABS und ESP. Daher sollte man gegenüber Oldtimern mehr Sicherheitsabstand als üblich halten, damit beide Verkehrsteilnehmer in Gefahrensituationen frühzeitig reagieren können.“
Und noch ein Tipp zur Oldtimer-Versicherung: Der Wert eines Oldtimers kann sich beispielsweise durch eine größere Reparatur oder aber Restaurierung erheblich verändern. Deshalb sollte man darauf achten in regelmäßigen Abständen seiner Versicherung ein aktuelles Wertgutachten über das Fahrzeug vorzulegen, damit es bei einem Versicherungsfall kein böses Erwachen gibt. (dpp/um)
Peugeot-Museum
Das Peugeot-Museum erweitert anlässlich des Jubiläums „200 Jahre Peugeot“ seine Räumlichkeiten. Die neu gestaltete Präsentationsfläche bietet mehr Raum für die faszinierende Markengeschichte. Im französischen Sochaux, dem Stammsitz der Löwenmarke, wurde der Erweiterungsbau des „Musée de l’Aventure“ feierlich eingeweiht.
Nach sechsmonatiger Bauzeit ist die Erweiterung des Museums um 3.000 Quadratmetern abgeschlossen. Sie bietet nun einen 360°-Panoramablick und mehr Platz auf zwei Ebenen. Insgesamt wurden 35 Fahrzeuge neu in die Ausstellung integriert. Zur Eröffnung ergänzen unter anderem zwei Schwerpunktthemen die Sammlung. Neben den löwenstarken Nutzfahrzeugen aus 100 Jahren (von 1895 bis 1995) sind die „Fünfer“ ausgestellt – jene Modelle von Peugeot, welche die Ziffer „5“ an dritter Stelle in ihrer Modellbezeichnung tragen. Die vergleichsweise junge Palette reicht vom legendären 205 bis zum 605.
Die Geschichte der Löwenmarke lässt sich vor Ort auch multimedial erleben. Zur neuen Ausstellung gehören acht Rennwagen. Besitzer eines iPhones oder vergleichbarer Smartphones mit Kamera können sich via QR-Code Informationen zu diesen ausgestellten Fahrzeugen auf ihr Handy holen, zum Beispiel den 405 T16 „Pikes Peak“. Nach und nach werden für alle ausgestellten Autos die Codes zur Verfügung stehen.
An sieben Tagen die Woche geöffnet
Das Peugeot-Museum ist in Sochaux in der Region Franche-Comté beheimatet, dem traditionsreichen Standort der Löwenmarke, rund 70 Kilometer von der deutsch-französischen Grenze entfernt. Es ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 7 Euro Eintritt, Kinder ab 10 Jahren 3,50 Euro.
Weitere Informationen im Internet: www.musee-peugeot.com.
Audi-Tradition
Der neue Auftritt von Audi Tradition im Internet ist jetzt unter www.audi.de/tradition und in englischer Sprache unter www.audi.com/history online. Die neuen Internetseiten bieten einen interessanten Einblick in die bewegte Geschichte der AUDI AG mit ihren Marken Audi, DKW, Horch, Wanderer, Auto Union und NSU. Präsentiert werden mehr als 100 Jahre Vorsprung durch Technik.
Bei der Evolution der Modelle wird eine Vielzahl an Modellen von 1901 bis 1990 mit Fotos und Texten prägnant dargestellt. Alle Vorgängerunternehmen und Marken werden erläutert und wichtige Meilensteine im Motorsport präsentiert. Bewegende Videos, wegbereitende Werbefilme und unnachahmliche Sounds runden das Angebot ab. Die Unternehmenschronik „Vier Ringe – Die Audi Geschichte“ ist als e-Journal abrufbar. Aktuelle Nachrichten und Termine von Audi Tradition liefern den Oldtimer Fans wichtige Informationen zum Beispiel über die aktuellen Sonderausstellungen im Audi museum mobile oder über Fahreinsätze von historischen Automobilen und Rennwagen, wie den Auto Union Silberpfeilen bei Oldtimer-Veranstaltungen. Der Onlineshop für Ersatzteile ermöglicht eine verbesserte Ersatzteil-Recherche und –Beschaffung (www.audi.de/tradition-parts).
Experten auch für Oldtimer
Das Thema Young- und Oldtimer weckt nicht nur Emotionen – meist geht es bei Kauf, Verkauf und Restaurierung auch um viel Geld. Wer auf das Know-how von Experten zurückgreift, kann sich viel Ärger und Kosten ersparen. Ansprechpartner sind die erfahrenen und speziell qualifizierten Oldtimer-Sachverständigen von DEKRA.
Das Leistungsspektrum der Experten reicht von Gutachten für die Erteilung des H-Kennzeichens und des roten 07er-Wechselkennzeichen über Oldtimer-Gutachten zur Dokumentation von Zustand und Marktwert bis hin zu Wert- und Schadengutachten und Hauptuntersuchung. Die Sachverständigen sind zudem der richtige Partner, wenn es um oldtimerspezifische Ausrüstungen oder die kompetente Begleitung von Reparaturen und Restaurierungsarbeiten geht.
Bei Spezialfragen zu Oldtimern, Youngtimern und Klassikern greifen die Sachverständigen auf die DEKRA Online-Datenbank mit mehr als 22.000 Datensätzen zurück und arbeiten mit den Spezialisten des DEKRA Classic Service zusammen. Nicht zuletzt beim Aufbau hochwertiger historischer Fahrzeuge hat es sich bewährt, einen qualifizierten Sachverständigen einzuschalten. Der Besitzer erhält neben einem fachgerecht restaurierten Fahrzeug abschließend ein Gutachten mit detaillierter Beschreibung der Restaurierungsarbeiten. Bei Verlust des Fahrzeuges lässt sich damit der tatsächliche Wert des Fahrzeuges gegenüber dem Versicherer überzeugend nachweisen.
Ein eng geknüpftes Niederlassungsnetz sorgt bundesweit für kurze Wege und schnellen Service. Auskünfte erteilt die nächstgelegene DEKRA Niederlassung unter der Nummer 01805-2099 (0,12 €/Min).
GTI neu trifft auf GTI alt
Es gibt Automobile, und es gibt automobile Ikonen – Klassiker mit einer großen Vergangenheit und einer spannenden Zukunft. Der Golf GTI ist eine Ikone. Mehr als 1,7 Millionen Mal wurde er seit seinem Debüt im Jahre 1976 verkauft. Bereits im sechsten Jahr nach dem Start des Golf GTI war die Fan-Gemeinde so groß geworden, dass sie nach einer gemeinsamen Plattform suchte, einem Event um zu fachsimpeln, um den GTI zu zeigen und zu fahren. So entstand 1982 das GTI-Treffen in Reifnitz am Wörthersee. Seitdem feiern die Fans im österreichischen Bundesland Kärnten fünf Tage Karneval im Mai. Jetzt ist es wieder so weit. Einer der traditionellen Höhepunkte: die Enthüllung neuer GTI-Variationen. In diesem Jahr debütieren dabei als Weltpremieren der Golf GTI adidas – ein Exklusivmodell mit Verkaufsstart im Juni – und der Golf GTI Excessive – eine Studie mit stilistisch erlesen umgesetzter Motorsportoptik.
„Begleitet" werden der neue Golf GTI adidas und die GTI-Studie von zwei GTI-Klassikern: dem Golf GTI der ersten Generation (1976) und dem Golf Citi Mk1, der auf 1.000 Exemplare limitierten Last Edition des in Südafrika gerade auslaufenden Golf der ebenfalls ersten (!) Generation. Diese zwei Ikonen hat Volkswagen Classic mit an den Wörthersee gebracht. Motto: GTI-Historie trifft GTI-Gegenwart und -Zukunft.
Service für Oldtimer
Die Werkstattsoftware Esitronic von Bosch bietet aktuelle Informationen zu Diagnose, Fehlersuche, Wartung und Service und wird von über 60 000 Werkstätten weltweit genutzt. Jetzt wurde die Funktionalität der Esitronic im Bereich Young- und Oldtimer erweitert. Wird in der Werkstatt ein Ersatzteil für ein älteres Auto über die Esitronic gesucht, dann meldete bislang die Bosch Werkstattsoftware in manchen Fällen "nicht mehr verfügbar". Grund: Das gesuchte Ersatzteil wird nicht mehr hergestellt
und ist auch im Lagerbestand des Großhandels nicht mehr vorhanden. Für Young- oder Oldtimer sind die gesuchten Ersatzteile aber oft im spezialisierten Ebay-Shop "Bosch Klassik Teilevermittlung" zu finden, der von Bosch Automotive Tradition eingerichtet wurde. Eine Verknüpfung zwischen dem Angebot im Ebay Shop und der Werkstattsoftware Esitronic macht die gesuchten Ersatzteile jetzt für die Werkstatt schnell und problemlos zugänglich. Zwischen Bosch Esitronic und der "Bosch Klassik
Teilevermittlung" sind vor allem Produkte verknüpft, die älter als 20 Jahre sind.
Wenn das gesuchte Teil im Ebay Shop "Bosch Klassik Teilevermittlung" angeboten wird, so ist es durch einen Hinweis "CSA: Classic Shop Also" besonders gekennzeichnet. Über eine Internet-Verbindung gelangt der Anwender mit einem Mausklick auf die Homepage von Bosch Automotive Tradition (www.automotive-tradition.de) und von dort in den Ebay-Shop, wo
er das Ersatzteil kaufen kann. Mit dieser alternativen Beschaffungsquelle sind auch ältere Ersatzteile ohne großen Suchaufwand leicht zu besorgen. Die Werkstatt kann ihren Kunden damit rasch und kompetent weiterhelfen.
EBAY-SHOP BOSCH KLASSIK TEILEVERMITTLUNG AUF WACHSTUMSKURS Bosch Automotive Tradition hatte den Ebay-Shop Bosch Klassik Teilevermittlung Ende 2007 initiiert. 2008 verzeichnete der Shop bereits rund 80 000 Besuche. Im vergangenen Jahr verdoppelte sich diese Zahl. Das Angebot wurde gleichzeitig verdreifacht. Derzeit stehen 2 700 Angebote in
18 Shop-Kategorien zur Verfügung. 2009 konnten außerdem weitere Industriepartner hinzugewonnen werden. Damit wurde das Angebot um hochwertige Produkte aus den Bereichen Fahrzeugpflege, Schmiermittel und Reifen erweitert. Neben der deutschen Plattform ist der Shop auch über die britischen, französischen und spanischen Ebay-Plattformen erreichbar
Seit 50 Jahren Serien-Diesel
Vor 50 Jahren führte Peugeot erstmals den Dieselmotor in einem Serien-Pkw ein. Der Peugeot 403 Diesel feierte 1959, vier Jahre nach dem Debüt der legendären Mittelklasse-Baureihe, mit einem Selbstzünder unter der Motorhaube seine Premiere. Sein 1.8 Liter großer Vierzylinder leistete 35 kW (48 PS) und machte die Ponton-Limousine, deren Karosseriedesign vom italienischen Spezialisten Pininfarina entworfen wurde, rund 120 km/h schnell. Das in zeitgenössischen Verkaufsprospekten als „Schweröl-Motor“ bezeichnete Triebwerk verfügte über einen Zylinderkopf aus Aluminium und wurde im Motorenwerk in Lille gebaut.
Die Geschichte der Dieselmotoren der Löwenmarke reicht aber bis in die dreißiger Jahre zurück. Bereits in den Jahren 1936 bis 1938 testete Peugeot ein Dieseltriebwerk in einem Lieferwagen des Typs HL 50. 1938 entstand ein weiterer Diesel-Prototyp auf Basis des 402 mit 2.3 Liter Hubraum und 40 kW (55 PS) Leistung. Durch die Kriegswirren startete die Serienproduktion für den Diesel jedoch erst mit dem 403.
Ersatzteile für Oldtimer
„Audi Tradition Parts“ online ist einneuer Onlineshop für Ersatzteile der Marke Audi und ihre Vorgängermarken. Das Angebot von Audi Tradition wendet sich an Händler, Mitglieder des Audi Club International und natürlich an Kunden. Im Internet zu finden unter der Adresse www.audi.de/tradition-parts.
Das Depot von Audi Tradition umfasst mittlerweile über 300.000 Ersatzteile, die über die Original Teile Versorgung nicht mehr erhältlich sind. Der Onlineshop ist ein erster Schritt, um vor allem die Verkaufabwicklung zu optimieren. Audi Tradition Parts stellt hier Autoteile für die Marke Audi und ihre Vorgängermarken von den Anfängen bis 1995 Typ- und Baujahr-übergreifend zur Verfügung. Damit soll die Versorgung mit den wichtigsten Teilen gewährleistet werden, soweit möglich werden alle relevanten Teile bevorratet. Sollten nicht mehr verfügbare Ersatzteile sehr stark nachgefragt werden, prüft Audi eine Nachfertigung in Zusammenarbeit mit noch existenten Original-Herstellern. Zusätzlich will das Unternehmen seine Bestände durch Lageraufkäufe und Übernahme von Restbeständen ständig verbessern.
Der Kunde kann sich auf der Website www.audi.de/tradition-parts registrieren und gleich bestellen. Außerdem informiert ein optionaler Newsletter über weitere Aktivitäten zur Ersatzteilversorgung und zu Themen von Audi Tradition.
Registrierte Mitglieder des ACI (Audi Club International) bekommen Sonderkonditionen, wenn sie über den Onlineshop Audi Tradition Parts bestellen. Informationen zur ACI Registrierung finden interessierte Clubmitglieder unter www.audi-club-international.de. Um die Vorteile als ACI Mitglied nutzen zu können, muss die Clubcard dort zuvor aktiviert werden!
Audi Partner finden den Einstieg in den Shop über eine Verlinkung im Audi PartnerNet und sind dadurch automatisch mit ihren Daten und Sonderkonditionen eingeloggt. Zusätzlich wird im Händlersystem ETKA (elektronischer Teilekatalog) bei Entfallteilen ein Hinweis eingepflegt, wenn diese Teile bei der Audi Tradition bestellbar sind.
Museum eröffnet
Neu eröffnet hat in der Region Stuttgart in der Nähe der Hohenzollernburg das Oldtimer-Museum Zollernalb (www.oldtimermuseum-zollernalb.de). Auf 18.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche bekommt man Autos der Vorkriegszeit, aber ebenso Nachkriegsfahrzeuge oder Youngtimer zu sehen. Dargestellt werden viele Szenen aus dem Alltag von Oldtimer-Freunden. Möglich ist es hier auch, einen Oldtimer zu mieten.
Wertsteigerung
Oldtimer als Wertanlage schlägt so manches konservative Anlagekonzept. Laut dem dt. Oldtimer-Index (DOX) soll der Wert pro Jahr durchschnittlich um 5,7 Prozent steigen. Rund 700.000 Oldtimer soll es laut ADAC in Deutschland geben, nicht gezählt sind dabei die so genannten Youngtimer oder Autos wie der VW Käfer, die zwar Oldtimer-Technik haben, aber noch jüngeren Baujahrs sind.
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