Autopflege - Häufige Fragen
Oft gefragt, selten beantwortet
Es sind meist immer die selben Frage, die bei der Pflege eines Oldtimers gestellt werden. Einige habe ich an dieser Stelle zusammengestellt. Haben Sie neue Fragen? Dann schicken Sie uns eine Email oder ein Fax mit Ihrer Frage. Wir werden uns um eine Experten-Auskunft bemühen.
Ein Mittel, das abtragende (abrasierende) Bestandteile enthält, also alte und verwitterte Lackschichten abträgt, sieht i.d.R. milchig oder trübe in der Konsistenz aus. Meist lassen sich rein konservierende, nicht abschleifende Mittel auch leichter vom Lack entfernen. Hinweise geben auch die Hersteller: Mittel für „Neuwertige Lacke“ oder „Neuwagen“ enthalten in der Regel keine abschleifenden Mittel, da diese den oft noch empfindlichen Neuwagenlack belasten oder schädigen würden. Polierende Mittel sollte man einsetzen, wenn der Lack stumpf zu werden beginnt oder feine Kratzer (etwa aus der Waschanlage) aufweist.
Ursprünglich hatten wir überlegt, die Bankverbindung auf der Internetseite zu hinterlegen. Davon sind wir jetzt aus Sicherheitsgründen abgewichen. Wir werden dem Kunden künftig die Bankverbindung per Email mitteilen.
Das einfachste Hilfsmittel ist die Sonne. Scheint sie in einem bestimmten Winkel auf den Lack, so kann man die feinen Spuren im Lack erkennen, die etwa die Waschanlage hinterlassen hat. Scheint die Sonne mal nicht (was auch vorkommen soll), so hilft ein Halogenstrahler (etwa aus dem Baumarkt, mit Stativ). Um Lackschäden oder Lackspuren genauer "unter die Lupe" zu nehmen, sollte man eine solche tatsächlich benutzen. Entweder eine ganu einfache Lese- oder Briefmarken-Lupe, oder - noch besser - sogar eine, die eine eingebaute kleine (LED)-Lampe hat.
UV-Licht macht den Lack spröde und rissig. Wind und Staub setzen sich in die Poren, oder schmirgeln den Lack ab. Chemische Stoffe (Luftverschmutzung/Vogelkot) setzen dem Lack in seiner Struktur zu. Der häufige Besuch einer Waschanlage setzt dem Lack durch kleine mechanische Schäden zu. Dies gilt insbesondere bei reinen Bürsten-Waschanlagen, Kleinwaschanlagen oder schlecht gewarteten Anlagen.
Kündigen Sie ihm die Freundschaft - nein, im Ernst: Mit den meisten Microfasertüchern dürfen Sie nur Materialien behandeln, die weitgehend kratzfest sind. Also i.d.R. keinen Lack, sondern beispielsweise Armaturenbrett etc. Grund: Manche Tücher sind mit kleinen rauhen Härchen versehen, die eine Kratzer im Lack verursachen könnten. Tipp: Probieren Sie den Lappen auf Ihrer Gesichtshaut aus, denn diese ist sehr empfindlich. Wenn es da nicht kratzt oder sich rauh anfühlt, dann hat auch Ihr Lack nichts zu befürchten.
1. Der Regen/Wasser perlt nicht mehr auf dem Lack ab.
2. Wenn Sie mit einem trockenen Frottee-Handtuch über den gereinigten Lack fahren, und es sich nur mit Widerstand bewegen lässt, ist eine neue Konservierung fällig. Dreimal im Jahr sollte man den Lack konservieren, dies gilt allerlings nur, wenn man hochwertige Konservierungen benutzt.
Verzichten Sie auf scharfe Reinigungsmittel oder angerauhte Reinigungs-Schwämme. Felgen haben oft ein Klarlack-Finish, dass durch zu scharfe Mittel verkratzt wird. Benutzen Sie abgestimmte Chemikalien. Mit weichen Tüchern und diesen Chemikalien behalten Ihre Felgen den perfekten Glanz.
Scharfe Mittel für den Haushalt sind oft ungeeignet und können z.B Kunststoffe für den Automobilbereich angreifen. Scheibenreiniger sollte man z.B. nie durch Geschirrspüler ersetzen, weil diese Fensterdichtungen und Schläuche angreifen kann.Bestimmte Mittel wiederum machen den Kunststoff schön glätt - das ist bei Gas- und Bremspedal nicht erwünscht. Silokonhaltige Mittel können beim Armaturenbrett die Sicht auf die Armaturen verschlechtern.
Die hier erwähnten Lackschäden (Orangenhaut, Laufnasen, grobe Staubenschlüsse entfernt man am Besten in folgender Reihenfolge: Mit Nass-Schleifpapier oder starker Schleifpaste per Hand einsetzen, bis die Unebenheit entfernt ist. Starken Lackreiniger auftragen und mit der Poliermaschine auftragen. Schwächeren Lackreiniger auftragen und mit der Poliermaschine auftragen. Konservierung auftragen, wenn das gewünschte Glanzergebnis erreicht ist, und dann mit der Maschine glanzpolieren.
Das kommt zwar immer auf den Zustand des Lacks an, aber grundsätzlich empfiehlt sich bei normal gealtertem Lack mit feinen Kratzern oder Belägen folgende Vorgehensweise:
1. Mit Schleifpaste den Lack angleichen.
2. Lack mit schwächerem Lackreiniger behandeln.
3. Konservierung auftragen, wenn das gewünschte Glanzergebnis erreicht ist.
4. Dann mit der Maschine glanzpolieren.
Eine professionelle Poliermaschine für die Autopflege kostet ab 200 Euro aufwärts. Deswegen kann man sich vorstellen, wie bei einem Preis von 20 Euro die Leistung der Billig-"Poliermaschinen" ist. Noch schlimmer sind "Akku-Poliermaschinen", die oft einfach zu schwach sind für die einfache Polierarbeit. Wer jetzt noch keine 200 (oder mehr (!!!) Euro in eine richtige Poliermaschine investieren will, ist zumindest für das Polieren mit einem Exzenter-Schleifer (Kostenpunkt: ab 30 Euro) aus dem Baumarkt besser bedient als mit einer 20-Euro-Billig-Maschine. Man sollte aber auf die richtigen Aufsätze für die Politur achten.
Am Besten wäre es natürlich, den Wagen während der Streusalz-Periode gar nicht zu fahren. Dass ist aber in vielen Fällen - wenn der Youngtimer etwa das einzige Auto im Hause ist - nicht realisierbar.
Vor dem Winter sollte man das Fahrzeug gründlich reinigen und konservieren. Den Lack mit einer guten Versiegelung schützen, die Hohlräume reinigen - denn hier können sich Feuchtigkeit und Dreck festsetzen -, und gegebenfalls überlegen, ob man rostfreie Teile (z.B. Innenseiten der Türen - mit Hohlraumversiegelung konserviert.
Im Winter sollte man immer die Gelegenheit - dass heißt so warmes Wetter, das Wasch- und Selbstwaschanlagen geöffnet haben - nutzen, um das Fahrzeug mit frischem Wasser gründlich abzuspühlen. Dabei sollte man auch die Hinter- und Beifahrertüren öffnen und dort mit der Bürste und viel Wasser alle Salzrückstände entfernen.
Wenn man das Fahrzeug winterfest macht, sollte man auch ein Auge auf die Kunststoffe werfen. Entweder mit Glycerine, Vaseline oder einem der zahlreichen hochwertigen Pflegeprodukte kann man Tür- und Fensterdichtungen einreiben. Dies vertreibt Wasser, verhindert das Anfrieren und erhält den Kunststoff geschmeidig.
Nach dem Winter - die Streuperiode endet meist Ende März - sollte man dem Auto eine Wäsche mit ganz viel Wasser gönnen, um wirklich jeden Rest Salz fortzuspülen. Dabei sollte man gerade auch unzügängliche Stellen behandeln, wie etwa die Kotflügel-Innenseiten.
Wenn es sich noch um das Orginal-Verdeck handelt, ist Vorsicht geboten. Dass es dicht ist, ist auf jeden Fall ein gutes Zeichen. Deswegen sollte man - um es zu reinigen - nicht mit zu scharfen "Waffen" ans Werk gehen. Insbesondere der Hochdruckstrahl kann den vielleicht morschen Stoff schädigen. Deswegen sollte man auf mechanische Gewalt verzichten und auf chemische Mittel sowie Handarbeit zurückgreifen. Anschließend sollte man das Cabrio-Verdeck sorgfältig imprägnieren.
Zunächst sollte man sicherstellen, dass der Lack auf der frisch lackierten Fläche richtig ausgehärtet ist. Bei feinem Spritzstaub kann man bereits mit einem hochwertigen Lackreiniger gute Ergebnisse erzielen. Dabei sollte man eine Poliermaschine, hilfsweise einen Exzenterschleifer einsetzen. Die Drehzahl sollte unter Einsatz einer Schaumstoff-Polierscheibe ca. 2000 Umdrehungen pro Minute betragen. Bei stärkeren Sprühnebel sollte man zu einer milderen Polierpaste greifen, dabei aber sehr behutsam zu Werke gehen. Sobald das Ergebnis ausreichend ist, sollte man unbedingt daran denken, die behandelte Stelle wieder zu schützen.
Zünächst einmal sollte man mit dem Druckstrahl nicht näher als 40 Zentimeter an den Lack herangehen. Denn sonst kann es geschehen, dass der Lack Schaden erleidet. Ferner sollte man beim Abstrahlen der Felgen beachten, dass die Bremsen - insbesondere bei Trommelbremsen - feucht werden und auf den ersten Metern keine richtige Bremswirkung entfalten, man sie also trockenbremsen sollte. Ferner sollte man nicht auf Zündleitungen und Fahrzeug-Elektrik strahlen und auch um den Motorgrill einen Bogen machen. Mit einem entsprechenden Vorreiniger können sie dem Hochdruckstrahler "die Arbeit erleitern" und den Schmutz anlösen.
Lack ist zahlreichen Witterungseinflüssen ausgesetzt, die ihn altern lassen, wie zum Beispiel Vogelkot oder saurer Regen. UV-Licht macht den Lack spröde und rissig, durch die Risse dringen Umwelteinflüsse in die tieferen Lackschichten. Wind und Staub schmirgeln den Glanz vom Lack ab. Und auch der Besuch in der Waschanlage sorgt für Mikrokratzer, die für eine stumpfe Lackoberfläche verantwortlich sind. Dies gilt umso mehr, wenn man billige Tankstellen-Waschanlagen besucht, die möglicherweise schlecht gewartet sind, deren Bürsten verdreckt sind, und die mit zu wenig Wasser arbeiten.
Wenn der Lack seinen Tiefenglanz verliert, sollte man über die Behandlung mit polierenden Mitteln nachdenken. Der in Fachkreisen so genannte Glanz-Schleier entsteht durch Mikro-Risse im Lack und feine Verwitterungen. Die feinen Polierbestandteile in der Politur glätten den Lack und schleifen dieabgestorbenen Lackschichten ab. Bei manchen Polituren wird gleich mit konserviert. Ansonsten sollte man auf jeden Fall mit einem entsprechenden Wachs nach-konservieren.
Eigentlich gar keine - der agressive Kot beginnt bereits nach zehn Minuten, einen ungewachsten Lack anzugreifen. Besonders schnell sollte man dann bei starker Sonneneinstrahlung handeln. Nur eine wachsgeschützte Lackoberfläche kann vor Vogelkot einen gewissen Schutz bieten.
Im Prinzip ja: Watte saugt die Flüssigkeit von Politur oder Konservierer auf. Ein gleichmäßiger Auftrag ist somit unmöglich. Auch beim Nachpolieren versagt die Watte, denn der Film von Wachs und Poliermittel wird nicht aufgenommen, sondern neu verteilt. Besser ist es, zu einem sauberen und weichen Tuch zu greifen oder zu speziellen Mitteln (Polierschwamm, Poliertücher), die der Fachhandel bereit hält.
Die Preise sind Endpreise. Nach §19 UStG weise ich keine Mehrwertsteuer aus. Das bedeutet: Sie als Kunde zahlen nur den ausgewiesenen Preis. Hierzu kommt noch der Versand. Ab einem Bestellwert von 50 Euro erhalten Sie die Ware allerdings ab sofort versandkostenfrei. Mehr Informationen finden Sich auf der Info-Seite "Versand".
Diese Differenz ist oft bereits vom Hersteller so vorgegeben, weil sowohl die Kosten für die Verpackung als auch der Aufwand des Abfüllens prozentual höher sind. Die kleinen Gebinde bieten sich aber für den an, der zunächst einmal ein Produkt oder eine Produktreihe ausprobieren will, bevor er zu größeren Mengen greift.
Das kommt ganz darauf an, wie alt der Aufkleber ist, und ob er sich auf Lack oder Glas befindet. Noch nicht so alte Aufkleber lassen sich oft mit einem normalen Haushalts-Fön bearbeiten. Oft lassen sie sich dann schon abziehen. Bedingt sich der Aufkleber auf Glas, so kann man ihn auch gut mit einem Glas-Schaber für Ceran-Kochfelder beseitigen. Setzt man Lösungsmittel ein, sollte man darauf achten, das man auf Lack nur solche Mittel einsetzt, die den Lack nicht angreifen. Papieraufkleber können mit Speiseöl bearbeitet werden; viele gehen nach einigen Minuten automatisch ab. Die Klebereste auf dem Lack können z.B. mit Acrysol entfernt werden. Ergeben sich unter dem Aufkleber Farbunterschiede zum übrigen Lack, ist dies ein Hinweis auf den Grad der Verwitterung beim Orginal-Lack. Hier kann mit Lackreiniger oder Politur nachgearbeitet werden, in schweren Fällen mit Polierpaste (Achtung, scharf). Der behandelte Lack sollte dann nach der Säuberung gg. neu konserviert werden.
Mit Teer-Reiniger oder mit einszett Anti Insekt und Vorreiniger kann man Stelle, die durch übergelaufenen Treibstoff verschmutzt wurden, prima reinigen bzw, vorbehandeln. Auch einszett Acrysol oder Teer-Reiniger kann man für diesen Zweck prima einsetzen, da dieser ja ölhaltige Produkte anlöst.
Drücken Sie mit ihrem Finger in das Leder. Ergibt sich eine runde Druckstelle, die sich sofort wieder in die Oberfläche einfügt, ist das Leder in einem guten Zustand und bedarf nur regelmäßiger Nachpflege. Zeigen sich Knickfalten an der Stelle, wo man das Leder eindrückt (sternförmig), und kehrt das Leder nicht rasch in seine Ausgangsstellung zurück, dann muss dem Leder dringend Feuchtigkeit zugeführt werden. Zeigt das Leder Risse, ist es (fast) schon zu spät.
Grundsätzlich sollte man mit Haushalts-Chemikalien vorsichtig sein, wenn man sie am Auto verwenden will. Spüli etwa greift Gummi-Dichtungen an, und auch beim Backofen-Reiniger rate ich zur Vorsicht. Die Zeitschrift Oldtimer-Markt (Ausgabe 3/2009) hat außerdem Backofen-Spray testweise zur Reinigung von Felgen eingesetzt. Das Fazit der Tester: "Wirkung und Ergiebigkeit ließen zu wünschen übrig, Auch nach längerem Einwirken war erhebliche Handarbeit nötig. Die Reinigungswirkung war schlechter als beim billigsten getesteten Felgenreiniger":
Helfen Sie dem Polster-Reiniger: Tropfen Sie in einen Liter Wasser ein wenig Essig. Nehmen Sie ein Stück Frottee oder einen Wasch-Handschuh, tränken ihn mit der Flüssigkeit, und gehen Sie dann damit über die Polster. Der Geruch wird oftmals vom Essig aufgenommen und die Farbe der Sitze erhält einen Schuss Frische. Nach dem Abtrocknen der Sitze mit hochwertigem Polster-Reiniger noch einmal nacharbeiten.
Dieses Phänomen nennt man "auskreiden" des Lacks. Es gibt einen gelehrten Streit über die Ursachen, Fakt ist: Es sind besonders bestimmte Lackfarben betroffen, und besonders Lacke, die nicht ordentlich gepflegt sind. Weiterhin spielt der Lichteinfall (UV-Strahlung) eine Rolle. Wird der Lack vor Licht geschützt, dann tritt der Effekt des Auskreidens nicht oder wesentlich langsamer ein. Man kann den Lack aber wieder ordentlich auf Vordermann bringen. Mit Polierpaste erfolgt die Erstbehandlung. Mit Lackreiniger erhält der Lack neuen Glanz. Nun kann man mit Politur und Hartwachs den Lack auf Hochglanz bringen und entsprechend schützen. Regelmäßige Konervierung schützt den Lack vor erneutem Auskreiden.
Stark verschmutzte Frontscheiben sind meist nicht einfach zu reinigen. Deswegen muss man nachhelfen: Tränken Sie ein Tuch in Fenstergröße in Neutralreiniger und legen Sie dieses auf die Frontscheibe. So wird der Schmutz angelöst. Nicht antrocknen lassen, sondern nach einiger Zeit mit der Reinigung der noch feuchten Scheibe beginnen (z.B. mit Scheibenreiniger). Auch gut zur schonenden Reinigung eignet sich Reinigungsknete.
Sprühen Sie die betreffenden Stellen mit Haarspray ein (zunächst an einer unauffälligen Stelle auf Verträglichkeit prüfen), und tupfen Sie diese mit einem sauberen trockenen Lappen oder Haushaltspapier ab. Mehrfach wiederholen, dann sollte der Kugelschreiber bald verschwunden sein.
Sein Auto wird damit zwar sicherlich auch sauber. Aber Spüli ist eigentlich viel zu scharf. Zum einen können die Scheibendichtungen darunter leiden; nicht umsonst wird ja auch abgeraten, Spüli für die Scheibenwaschanlage zu verwenden. Ferner ist Spüli auch darauf spezialisiert, Fett abzutragen (zum Beispiel auf Pfannen). Das hat dann zur Folge, dass auch die Lack-Konservierung - das Wachs abgetragen und der Lack damit nicht geschützt ist. Will er dennoch nicht auf Spüli verzichten, soll er einen kleinen Spritzer in den Eimer tun, das reicht.
Das mag in vielen Fällen so sein, ich kenne selbst einen solchen Anbieter.Für den Kunden ist dies aber durchaus kein Nachteil, denn viele dieser Spezialmittel gehören einfach in die Hand der Profis. Ihre Anwendung kann bei unsachgemäßer Arbeit mehr schaden als nutzen. Für diesen Fall möchten sich die Unternehmen nicht den Beschwerden unzufriedener Kunden aussetzen und bieten besagte Mittel ausschließlich Fachwerkstätten oder professionellen Auto-Aufbereitern an.
Das ist sicherlich eine üble Sache. Das Auto sollte man zunächst ausgiebig trocknen und lüften (am Besten mit offenem Verdeck in einer warmen und trockenen Garage). Zeitungspapier (z.B. unter den Tepppichen) hilft, ebenso Katzenstreu, die die Feuchtigkeit bindet und sich später gut absaugen lässt. . Auto komplett ausräumen, damit sich keine Rost- und Schimmelflecken bilden. Kunststoffe und auch Glattleder mit Haushaltsessig abreiben (vorher Verträglichkeit an unauffällliger Stelle ausprobieren); das hilft gegen Schimmel und Geruch). Später Kunststoffteile und auch Glattleder mit lauwarmen Wasser + Spüli leicht abwischen (auch hier gilt: vorher Verträglichkeit an unauffällliger Stelle ausprobieren. Wenn das Auto von Feuchtigkeit und - so gut es geht - Schimmelsporen (Essig) befreit ist, kann man mit herkömmlichen Innenraum-Pflegemitteln ans Werk gehen.
Lackknete ist ein relativ junges und sehr effektives Mittel, um Lack (und auch Autoscheiben) von Rückständen auf der Lackoberfläche zu befreien.
Die (bereits gesäuberte) Lackoberfläche wird mit Wasser oder einem Quick Detailer eingesprüht. Die Knete wird dann vorsichtig über den Lack gezogen und nimmt dabei Schmutzartikel auf. Der Vorteil dabei: Es wird kein Lack abgetragen. (Deshalb auch nicht zur Beseitigung von Kratzern oder für Polierarbeiten etwa an einem ausgebleichten Lack geeignet). Auch auf der Autoscheibe funktioniert dies. Nach der Bearbeitung Die Knete durchkneten, so verschwinden die abgelösten Schmutzpartikel in der Knete, die so mehrfach wieder verwendet werden kann.
Tipp: Vor und nach der Reinigung mit dem (sauberen) Finger über den Lack gehen. Nach der Behandlung müssten die kleinen "Stippen" auf dem Lack verschwunden sein und sich dieser Glatt wie eine Glasscheibe präsentieren.
Warmes Wasser (ca. 60 Grad) verstärkt die Wirksamkeit von Lack-Reinigungsmitteln. Dadurch kann man ggf. auch an Reinigungsmitteln sparen bzw. starke Verschmutzungen beseitigen, ohne mechanische Reinigungsmittel zu benutzen.
Im Gegenteil, Trockenwäsche - richtig gemacht - zählt heute zu einer der wirksamsten und schonensten Reinigungs-Methoden. Insbesondere im Oldtimer-Bereich. Zunächst wird der Lack mit einem speziellen Staubbesen abgefegt, dann mit einem speziellen Reinigungsprodukt besprüht - wie etwa dem Gloss / Glänzer von Victoria. Dieses Produkt kapselt den Schmutz ein, damit er den Lack nicht verkratzt. Durch Nachwischen mit einem geeigneten Microfasertuch oder Waschhandschuh wird dann der Schmutz abgewischt. Beim Glänzer etwa wird gleichzeitig auch der Lack mit natürlichen (Carnauba) und künstlichen Wachsen geschützt. Für groben Schmutz ist diese Methode zwar nicht geeignet, aber ideal bei zugestaubten Fahrzeugen nach der Winterpause, bei Ausstellungsfahrzeugen oder zur schonenden Beseitigung von Reiseschmutz.
Im Sonnenschein kann sich der Lack auf über 60 Grad erhitzen, und dadurch verdunsten die Verdünnungs-Mittel viel schneller. Nicht nur, dass damit das natürliche Abtrockungsverhalten der Pflegemittel verändert wird, lässt sich oft dann auch der Politur-Überrest nicht mehr leicht entfernen. Es bleiben Schlieren und Schmierstreifen.